H-SOZ-U-KULT und H-Net

Posted: Januar 21, 2012 in Uncategorized

Bisher war ich bei meinen Recherchen immer sehr erfolgreich und dementsprechend zufrieden. Dieses Mal war das allerdings nicht der Fall.

Ich habe beide angegebenen Datenbanken (H-SOZ-U-KULT und H-NET) mit den Schlagworten „Frauen im Nationalsozialismus“, „Täterinnen im Nationalsozialismus“ „perpetrators nationalsocialism“, „women nationalsocialism“, „perpetrators nazi“ und „ perpetrators nazi women” durchsucht. Bei H-SOZ-U-KULT habe ich sowohl mit den deutschen als auch den englischen Suchbegriffen Ergebnisse bekommen, auch wenn diese sehr dürftig waren. Bei H-Net habe ich nur mit den englischen Begriffen „Erfolg“ gehabt.

Durch die Tatsache, dass es sich bei H-SOZ-U-KULT um ein Netzwerk handelt, die hauptsächlich Buch- und Tagungsbesprechungen beinhaltet habe ich wenig bis gar nichts relevantes für mein Thema gefunden – abgesehen von diversen Tagungsbesprechungen, deren Tagungsband aber bereits in meiner Bibliographie erfasst ist. Auch bei den Buchbesprechungen war für mein Thema nichts Neues dabei.

Bei H-Net habe ich sogleich das Diskussionsforum nach für mein Thema relevantes durchsucht und wurde zu meinem erstaunen auch fündig – unter H-Women findet sich eine Seite, die auch Bibliographien zu Frauen im Nationalsozialismus bzw. Frauen im Zweiten Weltkrieg in Deutschland zur Verfügung stellt. Ein Nachteil ist allerdings, dass diese ziemlich veraltet und unübersichtlich sind. Die Bibliographie zu Frauen im Zweiten Weltkrieg in Deutschland habe ich in meinem WIKI-Eintrag verlinkt. Dies ist auch das einzig relevante, dass ich bei meiner Recherche gefunden habe.

Auch bei der anschließenden Schlagwortsuche habe ich keine sinnvollen Beiträge finden können.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass diese Netzwerke für mein Thema keine relevanten Suchergebnisse geliefert haben.

Recherche

Posted: Januar 17, 2012 in Uncategorized

Google und auch die Datenbanken habe ich zum Großteil mit denselben Schlagwörtern durchsucht und keine weiteren Einschränkungen gemacht (Die Trefferanzahlen beziehen sich auf die Suche bei Google): Täterinnen im Nationalsozialismus brachte 230.000 Treffer, perpetrators nazi brachte 4.950.000 Ergebnisse, women perpetrators nazi brachte 3.540.000 Einträge, Frauen im Nationalsozialismus: brachte 2.410.000 Einträge. Dieses Prinzip funktioniert bei den Datenbanken bzw. Online-Angeboten zumeist ziemlich gut und die Treffer-Ausbeute ist dementsprechend hoch. Die Qualität der Treffer leidet darunter auch nicht. Bei der Suche mittels Google sieht das etwas anders aus. Sehr oft hat man das Problem, dass man auf Homepages landet, die einen gewissen wissenschaftlichen Standard vermissen lassen und somit nicht in einer Bibliographie oder als Weblink aufscheinen können. Das Problem der wissenschaftlich bedenklichen Ergebnisse ist im Gegensatz dazu bei den zu durchsuchenden Datenbanken relativ gering. Auch die Trefferanzahl bei Google übersteigt um ein vielfaches diejenige bei den Datenbanken was viel Arbeit macht. Neben der obligatorischen Wikipedia Seite- die es wirklich für jedes Thema zu geben scheint – wird man immer mit Treffern bei Amazon konfrontiert, wenn es ein entsprechendes Buch gibt. Sehr oft bin ich bei meiner Recherche mit Google auf Buchbesprechungen des Buches von Kathrin Kompisch „Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus“ verwiesen worden, unter anderem habe ich auch das digitalisierte Quellenverzeichnis gefunden. Auffallend war die Tatsache, dass man mit englischen Suchbegriffen mehr Online-Zeitungsartikel findet. Positiv zu gute halten muss man bei der Suche mit Google, dass man sofort auch PDF-Dateien und andere Dokumente findet, die man sich ausdrucken und damit arbeiten kann. Oftmals sind es Diplomarbeiten, andere wissenschaftliche Beiträge, die in Zeitschriften erschienen sind und jetzt in digitalisierter Form zur allgemeinen Verfügung online stehen. Gerade bei diesen PDF-Dateien werden die wissenschaftlichen Erwartungen fast immer zur Gänze erfüllt. Diese Möglichkeit besteht bei den meisten Datenbanken leider nicht – da es sich vor allem um Bibliographie-Datenbanken handelt. Nachdem ich bereits einen Großteil meiner Recherchearbeit zumindest bei den Datenbanken bereits vor dieser Übungsaufgabe abgeschlossen habe, hat die neuerliche Suche keine neuen relevanten Treffer gebracht. Bei der Suche im Zeitschriftenfreihandmagazin habe ich nur einen (!) relevanten Treffer zu meinem Thema gefunden. Zusammenfassend kann man sagen, dass jedes Medium (Google bzw. Datenbanken) seinen Vorteil hat. Bei der Suche in den Datenbanken ist die Relevanz der Treffer höher, als dies bei Google der Fall ist. Der Vorteil bei der Suche mit Google ist, dass man Texte findet, mit denen man sofort weiter arbeiten kann, ohne, dass man zusätzliche Wege (z.B. zur Bibliothek) in Kauf nehmen muss. Ich kann sagen, dass ich mit meinen Rechercheergebnissen in beiden Fällen sehr zufrieden war. Die Datenbanken haben alles in allem mehr Treffer gebracht aber inwiefern diese Bücher und Beiträge wirklich hilfreich sind würde sich erst im weiteren Verlauf zeigen. Bei den relevanten Ergebnissen bei Google kann ich bereits jetzt sagen, dass sie sehr hilfreich sein werden.

Man gewinnt beim Lesen der Beiträge, die sich gegen das Zitieren von Wikipedia-Einträgen aussprechen, den Eindruck, dass die Studenten (das scheint die Zielgruppe zu sein. „Seriöse“ Wissenschaftler kommen anscheinend nicht in Versuchung Aussagen einer solche Website zu zitieren) ganze Seminararbeiten mit Wikipedia-Zitaten belegen. Wenn man von Zitaten spricht sollte klar gemacht werden welche Art gemeint ist: das wörtliche Zitat oder das sinngemäße? Mit dem sinngemäßen Zitat umgeht man das scheinbare Problem der oft nicht-wissenschaftlichen (also auch für den Laien verständlichen) Sprache, womit ein Einwand gegen das Zitieren von Wikipedia widerlegt wäre.

Ein wichtiges Stichwort im Zusammenhang mit jeder (Internet)Quelle ist „Medienkompetenz“[1]. Man muss jede seiner Quellen auf Zuverlässigkeit überprüfen. Da stellt Wikipedia keine Ausnahme dar.

Autorenschaft und Verlag sind auch nicht immer ein Qualitätsmerkmal auf das man sich verlassen kann. Fehler können auch renommierten Wissenschaftlern passieren. Sie sind menschlich, werden bei einer Community wie Wikipedia schneller aufgedeckt und verbessert. Es geht um den Inhalt einer Aussage und wenn diese auf Wikipedia meiner Auffassung mehr entspricht, bzw. meine Thesen besser stützt, als jene in einem anderen Werk sollte ich das auch zitieren dürfen – ganz falsch wäre es die Quelle nicht anzugeben. Die Vorverurteilung von Aussagen bei Wikipedia sollte mindestens genau so heftig diskutiert werden wie die Zitierfähigkeit.

Die Probleme der fehlenden Autorenangabe und die schnellen Veränderungen innerhalb eines Artikels, sind höchstwahrscheinlich Probleme, mit denen man im Zeitalter des Internets lernen muss umzugehen bzw. eine für alle Seiten befriedigende Lösung finden sollte. Die Angabe des Permalinks ist ein erster Schritt.

Ja, ich bin dafür, dass man Wikipedia in angemessener Art und Weise (soll heißen: nicht ausschließlich) zitieren darf.

 

Historical Abstracts

Posted: Dezember 5, 2011 in Uncategorized

Bei meiner Suche im Historical Abstract habe ich folgende englische Suchbegriffe verwendet:

women national socialism

women perpetrators third reich

women concentration camps

Die Trefferanzahl war überschaubar. Allerdings haben sich bei genauerem Hinsehen nur sehr wenige Treffer als wirklich relevant erwiesen.

Für die weitere Suche habe ich mich für den deutschen Artikel von Insa Eschebach „SS- Aufseherinnen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück: Erinnerungen ehemaliger Häftlinge“ entschieden. Erschienen ist dieser Artikel in der Zeitschrift „WerkstattGeschichte“. Sowohl im Teilkatalog Zeitschriften und Serien des Österreichischen Bilbiothekenverbunds als auch in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek wurde ich fündig. Besonders positiv war der Verweis der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek auf die Homepage der Zeitschrift „WerkstattGeschichte“. Bei meiner Suche nach der richtigen Ausgabe habe ich die Entdeckung gemacht, dass die betreffende Zeitschrift in ihrer 12. Ausgabe aus dem Jahr 1995 dem Thema „Täterinnen im Nationalsozialismus“ eine ganze Ausgabe gewidmet hat. Teile dieser Ausgabe können dort heruntergeladen werden.

Der betreffende Artikel findet sich in der 13.Ausgabe – die auf der Homepage mit dem Veröffentlichungsdatum 8.2009 angegeben wird. Dabei handelt es sich allerdings wahrscheinlich um einen Tippfehler. Auch dieser Artikel ist bereits online verfügbar und kann als PDF heruntergeladen werden.

Bei der Suche im Teilkatalog des Österreichischen Bibliothekenverbundes ist mir aufgefallen, dass der 13.Band nicht aufgeführt wird und somit anscheinend nicht verfügbar ist.

 

Eschebach, Insa: SS- Aufseherinnen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück: Erinnerungen ehemaliger Häftlinge, In: WerkstattGeschichte 13: Konzentrationslager und Erinnerung (1996), S. 39-48.

Bei meiner Suche auf der Homepage der Österreichischen Nationalbibliothek habe ich folgende Datenbanken als relevant für mein Thema erachtet: es finden sich neben den „Klassikern“ wie „Ariadne“, „JSTOR“ und „H-Soz-u-Kult“ auch -für mich- unbekannte Datenbanken:

Bei der Suche im Datebankservice der Universitätsbibliothek Wien waren folgende Datenbanken auf den ersten Blick interessant:

Datenbanken, die die „Weltgeschichte“ betreffen habe ich größtenteils bewusst nicht aufgelistet, da mein Thema dafür wohl zu spezifisch ist.

Weiters möchte ich erwähnen, dass ich keine Datenbank gefunden habe, die Frauen im Nationalsozialismus zum Thema gehabt hätte.

Den Katalog des österreichischen Bibliothekenverbands habe ich mit folgenden Schlagworten durchsucht:

Frauen?

Frauen Nationalsozialismus

Täterinnen Nationalsozialismus

Ravensbrück Aufseherinnen

KZ Aufseherinnen

 

Große Einschränkungen habe ich bei der Suche nicht gemacht – was heißen soll, dass ich immer den Gesamtbestand durchsucht habe und auch auf die Vorschläge zur Eingrenzung am rechten Bildrand nicht eingegangen bin.

1.135 Treffer ergab die Suche im Gesamtbestand mit den Schlagworten „Frauen, Nationalsozialismus“. Zuviel um sich alle im Detail anzusehen. Bis zu Treffer 200 habe ich durchgehalten. Die Sortierung nach Relevanz hat sich dort bereits bemerkbar gemacht.

Auch die Tatsache, dass die Suche mit den Schlagworten „Täterinnen, Nationalsozialismus“ 49 Treffer brachte, hat mich überrascht. Wirklich brauchbar waren natürlich weniger.

Zusammenfassend kann ich festhalten dass ich mit dem Ergebnis meiner Suche sehr zufrieden bin, sie brachte schlussendlich rund 40 relevante Treffer. Nach den “Erfolgen” bei der Recherche in den Nachschlagewerken hätte ich damit nicht gerechnet.

Recherche 2

Posted: Oktober 30, 2011 in Uncategorized

Das Thema „Frauen im Nationalsozialismus“ ist anscheinend kein Thema, dem man sich in den bekannten Nachschlagewerken (ausführlich) widmet. Die Schlagworte mit denen ich die Werke durchsucht habe waren vorwiegend „Nationalsozialismus“, „Frauen“, „Mutterkreuz“, teilweise auch „Frauenbewegung“ – dieser Begriff entspricht eigentlich nicht meinen ursprünglichen Thema, ich habe aber im GEOThemenlexikon Geschichte den Hinweis gefunden, dass die Frauenbewegung im Nationalsozialismus völlig zum Erliegen kommt. Das wiederum erklärt auch warum die Zeit des Nationalsozialismus im Artikel über die Frauenbewegung im Brockhaus völlig ausgelassen wird.

Ziemlich enttäuschend verlief die Recherche bei einem Werk, das auf den ersten Blick vielversprechend klang: „Der Zweite Weltkrieg – Ein Lexikon“ von Christian Zentner, 2005. Negativ fällt auf, dass es keinen Eintrag zu den Frauen gibt.

Wirklich weitergebracht, auch wenn die Wahl meines Themas eigentlich nicht auf den Bereich des Holocausts abzielen wollte, hat mich das „Lexikon des Holocaust“, herausgegeben von Wolfgang Benz, 2002. Nachdem ich ziemlich enttäuscht von den ersten Ergebnissen war, habe ich mich daran gemacht das Lexikon systematisch nach Frauen zu durchsuchen – gefunden habe ich 3 (vorausgesetzt ich habe nichts übersehen): Anne Frank, Haviva Reik und Roza Robota. Was die Frage aufwirft warum es nicht mehr Einträge gibt: spielen Frauen keine Rolle außerhalb des Hausfrauendaseins oder sind sie außerhalb dessen noch nicht erforscht? Ich tendiere zu Letzterem, denn die Tatsache, dass Haviva Reik und Roza Robota im Widerstand aktiv waren zeigt, dass es auch Frauen in diesem Bereich gab und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht die Einzigen waren. Das verdeutlicht ein weiteres Mal wie wichtig es wäre sich mit dem Thema Nationalsozialismus und Frauen intensiver auseinanderzusetzen.

Während meiner Suche nach Frauen in diesem Lexikon, bin ich auch auf das KZ-Ravensbrück gestoßen – bis dorthin war es mir völlig unbekannt. Auch hier waren/sind vor allem die weiterführenden Literaturangaben von Interesse.

Ohne Ergebnis blieb die Suche im Österreich-Lexikon.

„Brockhaus – Die Bibliothek“ lieferte einen Eintrag zum Zweiten Weltkrieg – ziemlich umfassend, aber wiederum ohne spezielle Berücksichtigung der Frauen.

Bei meinem Streifzug durch die diversen Nachschlagewerke bin ich unter anderem auf das „Personen-Lexikon 1933-45“, herausgegeben von Hermann Weiß aus dem Jahre 2003 gestoßen. Ich möchte dieses „Ergebnis“ hier anführen um zu zeigen, dass auch Bücher und nicht nur Internetartikel unseriös sein können – auch wenn sie in einer Fachbereichsbibliothek stehen.

Am Relevantesten für mein Thema erschien mir die „Enzyklopädie des Holocaust“.Unter dem Stichwort „Frauen“ wurde ich zum Artikel über das KZ-Ravensbrück verwiesen. Dort fand ich zum ersten Mal den Hinweis auf weibliche Aufseherinnen und, dass das KZ auch als Ausbildungslager für Aufseherinnen der SS diente. Wiederum war das Literaturverzeichnis umfangreich und hilft bei der vertiefenden Recherche auf jeden Fall weiter.

Einen vielversprechenden Artikel im Hinblick auf Frauen im Nationalsozialismus habe ich auch im „Lexikon des deutschen Widerstandes“, herausgegeben von Wolfganz Benz und Walter H. Pehle, gefunden. Dort schreibt Christl Wickert einen 18 Seiten fassenden Beitrag mit dem Titel „Frauen zwischen Dissens und Widerstand“. Dabei gibt nicht nur der Artikel selbst wichtige Hinweise. Das ausführliche Literaturverzeichnis, in dem auch Werke aufscheinen, die Frauen außerhalb des Konzentrationslagers und Widerstandes thematisieren, ist eine große Hilfe.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass ich froh bin das Thema für die Recherche so breit gewählt zu haben, da ich mit meinem ursprünglichen Thema „Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus“ in den Nachschlagewerken wohl keine Chance auf ein verwertbares Ergebnis gehabt hätte. Die Recherche war vor allem im Hinblick auf die weiterführende Literatur, die bei den diversen Artikel angeführt wurde, erfolgreich.

 

Recherche

Posted: Oktober 23, 2011 in Uncategorized

Recherche bei Clio

Bei der Suche in Clio mit den Suchbegriffen Frauen und Nationalsozialismus gemeinsam habe ich keine Treffer gefunden.

„Frauen“ als Suchbegriff hat 33 Treffer gebracht – darunter auch KZ-Gedenkstätten, neben vielen Treffern bezüglich Frauen- und Geschlechterforschung. Im Großen und Ganzen habe ich zwei Institutionen gefunden, die für mein Thema wirklich relevant waren: zum einen das Museum „Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück“ und das Museum „KZ-Gedenkstätte Moringen“.

Der Treffer „Das Verborgene Museum. Dokumentation der Kunst von Frauen e.V.“ wirft wiederum eine neue Frage auf: wie waren Frauen als Künstlerinnen in der NS-Diktatur präsent?

„Nationalsozialismus“ als Suchbegriff lieferte 40 Treffer. Es handelt sich dabei wiederum um Verlage, Museen, Bibliotheken,…

Relevant könnten sein:

- Stiftung Topographie des Terrors, Bibliothek

- Bibliothek des NS-Dokumentationszentrums Köln

- Gedenkstätte für Opfer der NS-”Euthanasie” Bernburg

- Gedenkstätte Deutscher Widerstand

- Faszination und Gewalt. Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände [museen der stadt nürnberg]

Recherche bei Infonet

Nach dem die Expertensuche keine relevanten Treffer gebracht hat, habe ich unter folgenden Themen gesucht:

Antisemitismus – 15 Treffer, relevant:

- Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)

- KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Mauthausen Memorial; Archiv und Bibliothek

Faschismus – 9 Treffer: relevant (und nicht bereits bekannt):

- Dokumentationszentrum des Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes

- Simon Wiesenthal Archiv

Frauenforschung -12 Treffer, relevant:

- Österreichische Nationalbibliothek

ARIADNE – Frauenspezifische Dokumentationsstelle

Nationalsozialismus – 18 Treffer: nichts relevantes bzw. bereits bekannt. 

Frauen im Nationalsozialismus

Posted: Oktober 23, 2011 in Uncategorized

Als Recherchethema habe ich mich (nach Rücksprache mit Dr. Tantner) für „Frauen im Nationalsozialismus“ entschieden. Dabei kommt es mir aber nicht nur darauf an aufzuzeigen, dass Frauen Opfer waren sondern auch ihre Rolle als Täterinnen soll versucht werden zu beleuchten.

Die Idee, dass Frauen im Nationalsozialismus auch auf der Seite der Täter standen, war mir lange Zeit fremd. Erst das Buch von Kathrin Kompisch „Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus“ (erschienen 2008 beim Böhlau Verlag) hat mir vor Augen geführt, dass das vermeintlich schwache Geschlecht den Männern in nichts nachsteht. Es hat den Anschein, dass den Frauen „Verbrechen“ nicht zugetraut werden, da es sich bei ihnen um das schwache, politisch uninteressierte (so zumindest sind die gesellschaftlichen Zuschreibungen) Geschlecht handelt. Dies beschränkt sich nicht nur auf den Nationalsozialismus. Frauen werden in der Geschichte meist nur als „Freiheitskämpferinnen“ wahr genommen – als Kämpferinnen, die für Mitbestimmung und Gleichberechtigung (dass gerade letzteres noch immer nicht erreicht wurde, soll hier keine Rolle spielen) oft ihr Leben ließen. Als Beispiel sei hier exemplarisch Olympe de Gouges angeführt.

Stellt man die Frage nach Frauen im Nationalsozialismus werden gerne Sophie Scholl, Eva Braun, Magda Goebbels oder auch Leni Riefenstahl genannt. An dieser kleinen (und subjektiven) Auswahl sieht man, dass oft nicht unterschieden wird zwischen Frauen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind und jenen die ihn zumindest nicht bekämpft haben.

Es gibt aber nicht nur Schwarz und Weiß – nicht nur Täterinnen und Opfer – sondern auch die „normale“ Frau und diese soll in meinen Recherchen auf keinen Fall zu kurz kommen – auch deshalb habe ich das Thema sehr breit gewählt.

Was hat die Frauen dazu getrieben Täterinnen in Form von KZ-Wärterinnen, Denunziantinnen,….zu werden? Warum werden sie von der Forschung außen vor gelassen? Welche Rolle spielt die gesellschaftliche Zuschreibung – das Vorurteil, dass Frauen „sanft“ sind und zu Gewalt nicht in der Lage sind? Die Fragestellungen zu diesem Thema sind sehr vielfältig und würden den Rahmen des „Postings“ um ein vielfaches sprengen.

Ich bin im klaren darüber, dass sich alle diese Fragen nicht innerhalb einer Recherche für eine Lehrveranstaltung beantworten lassen, aber vielleicht gelingt es Denkanstöße zu liefern.

Internet und (Geschichts-)wissenschaft – ein Begriffspaar, das anscheinend noch immer nichts gemeinsam hat, und das in Zeiten in denen man Bücher „online“ liest, in denen man sich „online“ für Lehrveranstaltungen anmeldet, in Zeiten in denen Literatur „online“ zur Verfügung gestellt wird.
Geht es darum seine Forschungsergebnisse/-tätigkeiten im Netz öffentlich zu machen reagieren viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen immer noch ablehnend. Man muss sich die Frage stellen, ob das teilweise negative Image, das auch die „Geschichtswissenschaft“ zweifelsohne hat, unter anderem nicht daher rührt, dass man sich in weiten Teilen der Forschung den modernen Medien verwehrt.
Dabei sind Weblogs meiner Meinung nach nicht nur ideal um das Bild der (Geschichts-)wissenschaft zu verbessern und zu modernisieren, sondern auch um seine Arbeit bzw. den Forschungsstand kurz und unkompliziert einer größeren Leserschicht zugänglich zu machen.
Auch Interdisziplinäres arbeiten wird immer wichtiger und durch Weblogs sicherlich nicht weniger sondern im Idealfall gefördert. Man hat einen schnelleren Zugang und Einblick in die Arbeit von anderen Wissenschaftlerinnen und kann darauf reagieren.

Weblogs haben ohne Zweifel einen anderen – für viele vielleicht auch eigenwilligeren – Stil, als man das von gedruckter Literatur kennt. Sie sind meinem Empfinden nach eine Art „Zeitungsartikel“ bei dem mit der eigenen Meinung nicht hinter dem Berg gehalten werden muss. Somit sind sie sehr erfrischend und bringen etwas Farbe in den Alltag von Wissenschaftlern und Studenten, aber – und das ist denke ich ein Aspekt den man nicht außer Acht lassen darf – auch „Laien“ haben Zugang zur Arbeit von Wissenschaftlerinnen, ohne gleich eine (meist nicht gerade günstige) wissenschaftliche Publikation kaufen zu müssen. Man sollte Weblogs nicht als eine neue Form der wissenschaftlichen Literatur sehen oder gar als Ersatz für gedrucktes Wissen sondern als Chance sich und sein Schaffen zu repräsentieren.

Außerdem ermöglichen sie es Informationen zu bestimmten Themen, seien es Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, Vorträge, Exkursionen,…schnell und übersichtlich zur Verfügung zu stellen. Gerade dieser Punkt ist eine unglaubliche Bereicherung für den (wissenschaftlichen) Alltag.

Die mögliche „Unwissenschaftlichkeit“, die in den Debatten immer wieder zur Sprache kommt, ist, denke ich, nicht größer, als es auch in der gedruckten Form der Fall ist. Schwarze Schafe gibt es in jedem „Medium“. Jedem seriösen Wissenschaftler und jeder seriösen Wissenschaftlerin wird es (hoffentlich) ein Anliegen sein korrekt wissenschaftlich zu arbeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Internetgemeinde dank der „Kommentar-Funktion“ schneller darauf reagieren, als es bei gedruckten Publikationen der Fall ist.

 

Soeben gefunden, als Beispiel dafür wie “moderne Medien” helfen können Geschichte zu entschlüsseln – auch wenn es sich in diesem Fall um ein kunstgeschichtliches Thema handelt: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,776015,00.html